Aushöhlung

Spechtloch, ausgehöhlt

Rückseitiges Entfernen des Markkanals bzw. des Holzkerns eines Werkblockes zwecks Beschleunigung der Trocknung, Vorbeugung von Rissen, Vereinheitlichung der Wandstärke und/oder Gewichtsreduzierung. Ausführung mit einem Beil, Dechsel oder Hohleisen als schwache bis sehr tiefe Höhlung, welche offengelassen oder verschlossen werden konnte.

Sonderform der Aushöhlung ist das Spechtloch: Eine kleine separate, meiste runde und tiefe Aushöhlung vorzugsweise im Kopfbereich von Bildwerken.

Vollplastisch gearbeitet, ohne Aushöhlung.
Halbplastische gearbeitet ohne Aushöhlung.
Rückseite teilweise ausgehöhlt mit einem Hohleisen.
Schwache Aushöhlung, vermutl. mit einem Beil.
Starke Aushöhlung, rückseitig offen gehöhlt.
Vollplastisch gearbeitete Figur mit starker, zweifacher Aushöhlung.
Ausgehöhlt mit einem Verschlussbrett / einer aufgenagelten Deckplatte.
Ansicht von unten, ausgehöhlt und mit einem Brett verschlossen.
Prinzipskizze: Der Werkblock wurde gespalten, beide Seiten ausgehöhlt und anschließend wieder zusammengesetzt.

TÅNGEBERG 1989, S. 9-13, 159ff.
WESTHOFF 1993, S. 256ff.