Gravur

Kreideschnitt, Gravierung, geschnittener Goldgrund, Damastgrund

Oberflächenverzierung durch den Abtrag von Grundierung. Mittels Graviereisen eingeschnittene Linien und Muster finden sich oftmals an Schreinhintergründen oderSkulpturengewändern. Durch die Gravur entstehen Nimben, Beschriftungen, Ornamente oder flächige Muster, wie das Granatapfelmuster oder der Rautenschnitt. Durch Wuggelung oder Riffelung kann die Oberfläche weiter differenziert werden. Die Übertragung von Ornamenten und flächigen Mustern auf die Grundierung erfolgte zumeist mittels Lochpause.

Eine Gravur schneidet in der Regel tiefer in die Grundierung ein als eine Ritzung.

Von der Gravur zu unterscheiden sind in die bereits polierte Vergoldung eingebrachten Linien (Trassierung) und Punkte (Punzierung).

Vorderseite

STRAUB 1984, S. 168ff.
TÅNGEBERG 1989, S. 215ff.
WLM 1996, S. 18ff.