SKS-0056-S, Überfassung

Haare
-deckend übermalt, hellere ockerbraune Farbschicht (SKS-0056-S-10), im Bart differenziert, zunächst die ockerbraune Schicht, an den Bartlocken zusätzlich mit einem dunkelbraunen Farbton abgesetzt, Übergang der Farbe ins Inkarnat fließend
Inkarnat
-Überfassung mit dünner, deckender Farbe, Farbigkeit heute eher grau wirkend, vermutlich stark verschmutz eigentlich deutlich heller, in den Achselhöhlen ausgespart (SKS-0056-S-13), teilweise dünn über angrenzende Farbbereiche gestrichen und vertrieben, partiell dürften die Bereiche der Wangen und Augen originale Farbigkeit sein, Oberlippenbart malerisch aufgesetzt
Mantel
-Außenseite mit dunkelroter, matt wirkender Farbschicht, diese direkt auf dem Original liegend, nachgewiesen Pb, Cu, Ca, Cl, Mennige, Bleiweiß, Kupferpigment, SKS-0056-S-REM-P02) verschiedene goldene rautenförmige Muster mit stilisierten Granatäpfeln ca. 5 x 5 cm (GOCKEL 1996, S.14), nachgewiesen Au, Pb, Si, Al, Ca (SKS-0056-S-REM-P02), Gewand zusätzlich mit goldenen Punkten ca. Ø 0,7 cm, vermutlich öliges Anlegemittel, Punktmuster mit unregelmäßigen Metallstücken anschließend durch Farbauftrag beschnitten, Granatapfelmuster mit roter Farbe auf Vergoldung umgesetzt, Ausführung teilweise sehr grob und ungleichmäßig (SKS-0056-S-19) der Auftrag der Überfassung auf der Rückseite nicht immer vollflächig (SKS-0056-S-18)
-die Farbschicht etwas stärker ausgeführt, orange Bestandteile (Mennige?), dunkelrote und weiße Partikel (SKS-0056-S-26)
-Saum Mantel, wohl mit einer schwarzen Lasur überfasst, ehemalige Silber- oder Zwischgoldauflage bereits korrodiert (SKS-0056-S-22), dünne, feinteilige Farbschicht, nachgewiesen Si, Al, S, Ca, Cl, Fe (SKS-0056-S-REM-P01)
-Innenseite: Saum innen vergoldet, wohl Ölvergoldung, teilweise direkt auf Azuritschicht des Originals ausgeführt aber auch in Fehlstellen liegend (SKS-0056-S-14), teilweise auf der Azuritschicht zunächst eine rotbraune Unterlegung, Imitation Polimentvergoldung? vermutlich öliges Bindemittel, Ausführung teilweise sehr unregelmäßig und grob
-eine Überfassung des Azurits nicht eindeutig erkennbar, vermutlich aber Überzug, der heute die Farbwirkung beeinträchtigt, teilweise eventuell Lasuren bzw. originale Farbschicht verwischt und gedünnt
-auf fast allen Oberflächen findet sich ein jüngerer Überzug mit deutlich gelber Fluoreszenz (SKS-0056-S-20/21)